Neue Repor­ta­gen

Rhein­hes­sen-Sto­rys

Die Rhein­hes­sen-Sto­rys ent­stan­den aus purer Lust auf guten Jour­na­lis­mus – und aus der trau­ri­gen Erkennt­nis, dass sich die meis­ten Zei­tun­gen davon ver­ab­schie­det haben (wes­halb ihnen, wenig ver­wun­der­lich, die Leser in Scha­ren davon­lau­fen). Die zutiefst unde­mo­kra­ti­schen und teil­wei­se sogar straf­recht­lich rele­van­ten Machen­schaf­ten des rhein­hes­si­schen SPD-Poli­ti­kers Mar­cus Held deck­te ich, weil die tra­di­tio­nel­len Medi­en an dem The­ma kein Inter­es­se zeig­ten, in einem Inter­net-Blog auf. Mei­ne Berich­te auf der Web­sei­te „Der Oppen­heim Skan­dal” wur­den von Tau­sen­den Leser mit­ver­folgt. Vie­le schick­ten mir Hin­wei­se auf wei­te­re inter­es­san­te Sto­rys: ärger­li­che Skan­da­le, trau­ri­ge Schick­sa­le, aber auch sehr schö­ne Bege­ben­hei­ten… Ich gehe den Infor­ma­tio­nen nach, wer­de die neu­en Repor­ta­gen auf der Web­sei­te „Rhein­hes­sen-Sto­rys” step by step ver­öf­fent­li­chen. Hier eine Über­sicht der bis­her erschie­ne­nen Geschich­ten:

Worms: Die Wahr­heit über dunk­le Mäch­te hin­ter guten Infor­ma­tio­nen

Das also ist Wahl­kampf auf worm­se­risch: Nach unse­rem Bericht „Der CDU-Chef und die 1-Mio-Euro-Immo­bi­lie“ schau­fel­te die Lokal­zei­tung umge­hend fast eine hal­be Sei­te frei. Dar­auf durf­te, zwei Tage vor der Ober­bür­ger­meis­ter­wahl, die Stadt­füh­rung ihre Sicht der Vor­komm­nis­se rund um den alten Schlacht­hof aus­führ­lich aus­brei­ten. Der Redak­teur erging sich der­weil in düs­te­ren Ver­däch­ti­gun­gen: Er ver­mu­tet hin­ter unse­rem Bericht wohl dunk­le Mäch­te am Werk. Wir kön­nen Auf­klä­rung bie­ten. wei­ter­le­sen

Jetzt passiert’s: Mie­ter der GWG Oppen­heim müs­sen mehr bezah­len

Schock-Nach­richt für vie­le Oppen­hei­mer: Das Woh­nungs­bau­un­ter­neh­men GWG Oppen­heim dreht an der Miet­preis­schrau­be, und zwar ziem­lich bru­tal! Das wird eini­gen Leu­ten ganz schön weh tun: Um sat­te zehn Pro­zent sol­len Mie­ten stei­gen – min­des­tens! Dabei hat­ten Auf­sichts­rat und Vor­stand der einst­mals gemein­nüt­zi­gen Woh­nungs­bau­ge­nos­sen­schaft ihren Mie­tern vor nicht all­zu lan­ger Zeit etwas ganz ande­res ver­spro­chen – schrift­lich! wei­ter­le­sen

Worms: Der CDU-Chef und die 1-Mio-Euro-Immo­bi­lie

Wir schau­en heu­te nach Worms, in die zweit­größ­te Stadt Rhein­hes­sens: Dort sind, mit dem Segen der obers­ten Stadt­füh­rung, ganz merk­wür­di­ge Immo­bi­li­en-Geschäf­te abge­lau­fen. Der CDU-Frak­ti­ons­chef erwarb ein Grund­stück und ver­kauf­te es für sehr viel mehr Geld an ein Unter­neh­men, in dem der SPD-Ober­bür­ger­meis­ter den Auf­sichts­rat anführt. Das Unter­neh­men weiß mit dem Grund­stück aber gar nichts anzu­fan­gen und woll­te es teu­er wei­ter­ver­kau­fen – an einen städ­ti­schen Betrieb. Da stopp­te ein Gut­ach­ten den Deal: Die Immo­bi­lie ist offen­bar völ­lig über­teu­ert! Was geht da ab? War­um konn­te der CDU-Chef so viel Geld kas­sie­ren? Wel­che Rol­le spielt der Ober­bür­ger­meis­ter? Bis­lang wur­den Details unter der Decke gehal­ten, jetzt kom­men sie erst­mals auf den Tisch: Die Stadt­füh­rung erweist sich als dich­tes Gestrüpp, hin­ter dem Poli­ti­ker undurch­sich­ti­ge Geschäf­te machen – auf Kos­ten des Steu­er­zah­lers. wei­ter­le­sen

Der Held der SPD: Kas­siert nur – und tut nix dafür

Deutsch­lands gie­rigs­ter Abge­ord­ne­ter: Kas­siert jede Men­ge Steu­er­gel­der, aber tut nix dafür.” So wür­de ver­mut­lich die Bild-Zei­tung über Oppen­heims geschass­ten Stadt­bür­ger­meis­ter schrei­ben. Der SPD-Abge­ord­ne­te Mar­cus Held hat sich im März die­ses Jah­res im Bun­des­tag abge­mel­det: Er sei krank, teil­te er mit. Seit­dem wur­de er wie­der­holt gese­hen – putz­mun­ter. Gleich­zei­tig kas­siert er jede Men­ge Geld, ohne auch nur einen Hand­schlag dafür zu tun: Rund 100.000 Euro sack­te er seit­dem per­sön­lich ein. Noch mehr dürf­te er für ein paar Mit­ar­bei­ter – was immer die tun – von uns Steu­er­zah­lern abkas­siert haben. wei­ter­le­sen

Hoch­ri­si­ko-Zocke­rei gestoppt: Senio­ren-Pro­jekt geplatzt

Im Inter­net wer­den noch immer Woh­nun­gen in einer „bar­rie­re­frei­en Senio­ren­im­mo­bi­lie in Gun­ters­blum“ zum Kauf ange­bo­ten. Dabei ist das Pro­jekt tot: Nach­dem wir auf die­ser Web­sei­te die “Hoch­ri­si­ko-Zocke­rei” der CDU-Orts­bür­ger­meis­te­rin auf­ge­deckt hat­ten, zogen Rats­mit­glie­der die Reiß­lei­ne. Die Ver­hand­lun­gen mit dem zwei­ten Inves­tor wur­den jetzt gestoppt. Ärger droht trotz­dem. wei­ter­le­sen

Oppen­heim: GWG-Chef heizt Ver­kaufs­ge­rüch­te an

Noch ist es nur ein Ver­dacht, doch der wird jetzt genährt von Aus­sa­gen des neu­en GWG-Chefs: Die Oppen­hei­mer Woh­nungs­ge­nos­sen­schaft will Woh­nun­gen und Häu­ser ver­kau­fen, um für die Zukunft hand­lungs­fä­hig zu blei­ben. Eine Ver­samm­lung soll­te end­lich Klar­heit brin­gen – doch dazu müs­sen mög­lichst vie­le Mit­glie­der ihre Unter­schrift geben. Steht das Unter­neh­men, in dem sich die letz­ten Held-Getreu­en ver­schanzt haben, vor einem Umsturz? wei­ter­le­sen

Oppen­heims HGO – der nächs­te Fall für den Staats­an­walt?

Die Oppen­hei­mer Bau­ge­sell­schaft HGO ist plei­te – und nun? Wir haben Brie­fe und Pro­to­kol­le aus dem Unter­neh­men ent­deckt, die bewei­sen: Über Mona­te hin­weg wur­de die HGO äußerst schlam­pig, wenn nicht gar in Ver­schleie­rungs­ab­sicht gesteu­ert. Schlim­mer noch: Die Gesell­schaft befand sich spä­tes­tens seit Herbst letz­ten Jah­res in der Kri­se, und es gibt gute Grün­de anzu­neh­men, dass die Gesell­schaft seit lan­gem und gera­de­wegs auf die Zah­lungs­un­fä­hig­keit zusteu­er­te! Eini­gen Herr­schaf­ten dürf­te des­halb ziem­lich mul­mig zumu­te sein: Der Ver­dacht von Insol­venz­straf­ta­ten, nament­lich der Insol­venz­ver­schlep­pung, viel­leicht auch des Bank­rotts steht im Raum. Das wären Straf­ta­ten, und die HGO (genau­er: die sie steu­ern­den Per­so­nen) wären damit ein – wei­te­rer – Fall für die Staats­an­walt­schaft. wei­ter­le­sen

Gun­ters­blum: Schar­fe SPD-Atta­cke auf Bür­ger­meis­te­rin

Vor drei Wochen hat­ten wir auf­ge­deckt: Eine Kita-Mit­ar­bei­te­rin wur­de von der Gun­ters­blu­mer CDU-Orts­bür­ger­meis­te­rin gefeu­ert – offen­bar ein Akt der Maß­re­ge­lung: Die Frau hat­te nach mehr als 50 Ket­ten­ver­trä­gen ihre Fest­an­stel­lung durch­ge­setzt. Ihr Pro­zess vorm Arbeits­ge­richt geht Mit­te Novem­ber wei­ter – der­weil sorgt das The­ma in der klei­nen rhein­hes­si­schen Gemein­de für erheb­li­che Unru­he: Die loka­le SPD sieht in den Vor­gän­gen ein mas­si­ves Ver­sa­gen der Rat­haus-Che­fin, spricht sogar von rechts­wid­ri­gem Han­deln. wei­ter­le­sen

Der alte Mann und die Abzo­cker vom Not­dienst

Ein älte­rer Herr aus Rhein­hes­sen ist Opfer von angeb­li­chen Not­dienst-Hand­wer­kern gewor­den. Weil das, was ihm wider­fah­ren ist, jeder­zeit jedem von uns pas­sie­ren könn­te, hat er sich gemel­det und gebe­ten, dass wir sei­ne Geschich­te ver­öf­fent­li­chen. Das tun wir ger­ne – zumal wir einem der Hin­ter­män­ner der üblen Abzo­cke auf die Spur gekom­men sind: Jetzt end­lich wird gegen ihn vor­ge­gan­gen! wei­ter­le­sen

Mainz: Ab in den Kel­ler – zum Wohl­füh­len!

Der Mann lebt mit sei­ner Fami­lie im rhein­hes­si­schen Gei­sen­heim, betreibt ein klei­nes Bau­un­ter­neh­men im hes­si­schen Wal­lau – und ver­zau­bert der­zeit die Stadt Mainz mit einer Loka­li­tät der beson­de­ren Art: In einem uralten Gewöl­be­kel­ler, den er per Zufall im Zen­trum der Lan­des­haupt­stadt ent­deckt hat­te, bau­te Thors­ten Kie­ge­le Wein­tre­so­re ein. Die Loca­ti­on ist auf dem bes­ten Weg, eine ech­te Kult-Kul­tur­stät­te zu wer­den – mit hohem Wohl­fühl-Fak­tor. wei­ter­le­sen

Oppen­heim: Inves­tor für Pro­blem-Immo­bi­lie gesucht – drin­gend!

Ist die Oppen­hei­mer Woh­nungs­bau­ge­sell­schaft HGO am Ende? Hart­nä­ckig hält sich der Ver­dacht: Das Gra­din­ger-Pro­jekt, bei dem die Kos­ten bekannt­lich um meh­re­re Hun­dert­tau­send Euro gestie­gen sind, könn­te das Aus für das Unter­neh­men bedeu­ten. Längst macht das böse Wort „Plei­te“ die Run­de. Und jetzt heißt es auch noch, dass die HGO zwei Sanie­rungs­be­ra­ter mit Spe­zi­al-Know­how enga­giert habe – Exper­ten für not­lei­den­de Bau­fi­nan­zie­run­gen und Insol­ven­zen, aus­ge­rech­net. Im städ­ti­schen Rat­haus berei­tet man sich auf das Schlimms­te vor. wei­ter­le­sen

Gun­ters­blum: Kin­der­gärt­ne­rin bringt Bür­ger­meis­te­rin vor Gericht

Die CDU-Orts­bür­ger­meis­te­rin von Gun­ters­blum muss sich der­zeit vor Gericht für ihre Per­so­nal­po­li­tik ver­ant­wor­ten: Sie hat­te eine lang­jäh­ri­ge Kin­der­gar­ten-Hel­fe­rin gefeu­ert – angeb­lich, weil man Kin­der nur noch von Fach­kräf­ten betreu­en las­sen möch­te. Merk­wür­dig ist aller­dings: Die Frau, die zuvor mit mehr als 50 „Ket­ten­ver­trä­gen“ von der Gemein­de beschäf­tigt wor­den war, hat­te weni­ge Mona­te zuvor bei der Rat­haus-Che­fin ihre Fest­ein­stel­lung durch­ge­setzt. Vor Gericht wur­de es pein­lich, als die Rich­te­rin wis­sen woll­te, war­um die Gemein­de eine zwei­te Nicht-Fach­kraft wei­ter­hin beschäf­tigt: War die Kün­di­gung in Wahr­heit eine Maß­re­ge­lung? wei­ter­le­sen

Hoch­ri­si­ko-Zocke­rei in Gun­ters­blum

Im klei­nen Dörf­chen Gun­ters­blum träu­men sie seit Jah­ren von einem Haus für Senio­ren. Dar­aus könn­te bald ein Alp­traum wer­den: Ein ers­ter Inves­tor, dem man jah­re­lang Ver­spre­chun­gen gemacht hat­te, fühlt sich zu Unrecht  aus­ge­boo­tet – und reich­te bei Gerich­te eine 100.000-Euro-Klage gegen die Gemein­de ein. Die Orts­bür­ger­meis­te­rin will das Mil­lio­nen-Pro­jekt jetzt unbe­dingt mit einem ande­ren Inves­tor umset­zen – doch die­ser Mann agiert, wie wir her­aus­fan­den, äußerst undurch­sich­tig. Sei­ne angeb­li­chen Fir­men gehö­ren ihm gar nicht, und sei­ne finan­zi­el­le For­de­run­gen kön­nen hoch­ris­kant für die Gemein­de wer­den. wei­ter­le­sen

Oppen­heim: Eine Stadt sieht rot

Eine unglaub­li­che Geschich­te: Mar­cus Held ist Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ter der SPD (bis heu­te!). Zugleich war er lan­ge Jah­re Stadt­bür­ger­meis­ter im rhein­land-pfäl­zi­schen Oppen­heim. Er beherrsch­te die Kom­mu­ne mit einer Cli­que von Par­tei­freun­den, schloss zahl­rei­che rechts­wid­ri­ge und zum Teil straf­recht­lich rele­van­te Geschäf­te zu Las­ten der Stadt­kas­se ab, spal­te­te gezielt das klei­ne Gemein­we­sen, schür­te bei Anders­den­ken­den Ängs­te und Miss­trau­en… Die loka­len Medi­en? Sie schau­ten ein­fach weg! Des­halb habe ich im Juni 2017 die Web­sei­te www.der-oppenhem-skandal.de ange­legt — mit rie­si­gem Erfolg: Mehr als 300.000 Besu­che und über 1,2 Mil­lio­nen Klicks wur­den bis­her regis­triert.

März 2018: Mar­cus Held hat alle Ämter in der Stadt nie­der­ge­legt, er ist in Oppen­heim zur per­so­na non gra­ta gewor­den, ihm dro­hen teu­re Kla­gen auf Scha­den­er­satz in sechs­stel­li­ger Höhe, die SPD ist von ihm abge­rückt… Damit war der Blog zum Oppen­heim-Skan­dal (erst ein­mal) been­det. wei­ter­le­sen

Mit Juris­ten gegen Jour­na­lis­ten

Das gilt inzwi­schen als pro­ba­tes Mit­tel, kri­ti­sche Jour­na­lis­ten zum Schwei­gen zu brin­gen: Man enga­giert einen Rechts­an­walt, der in Brie­fen mit dem Arse­nal der Juris­te­rei droht und/oder den Jour­na­lis­ten öffent­lich zu dis­kre­di­tie­ren ver­sucht. Ich habe die­ses per­fi­de pseu­do-juris­ti­sche Trei­ben in Rhein­hes­sen erlebt. Pres­se­frei­heit, so die Leh­re, bedeu­tet für eini­ge Poli­ti­kern offen­bar nur, dass wohl­ge­fäl­lig über sie berich­tet wird. Ansons­ten geht man mit Hil­fe will­fäh­ri­ger Juris­ten gegen Jour­na­lis­ten vor. wei­ter­le­sen

Nier­stei­ner Chi­na-Pos­se, Teil 1

In der rhein­hes­si­schen Klein­stadt Nier­stein regiert der frü­he­re CDU-Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Tho­mas Gün­ther als Stadt­bür­ger­meis­ter. Als er – wie gewohnt über „sei­ne” Lokal­zei­tung – ver­kün­de­te, er habe chi­ne­si­sche Fir­men in sei­ner klei­nen Stadt ange­sie­delt, woll­te ich das schon etwas genau­er wis­sen. Und recher­chier­te. Was ich ent­deck­te, gefiel dem Lokal­po­li­ti­ker über­haupt nicht. Er reagier­te wie gewohnt: mit aggres­si­vem Gebrüll. Als ich trotz­dem nicht vor ihm kusch­te, setz­te er einen Juris­ten auf mich an. Wah­rer wur­den sei­ne Erzäh­lun­gen dadurch nicht. wei­ter­le­sen

Nier­stei­ner Chi­na-Pos­se, Teil 2

Es gibt sie inzwi­schen, die Chi­na-Fir­men, von denen Nier­steins Stadt­bür­ger­meis­ter Tho­mas Gün­ther in der Zei­tung berich­tet hat­te. Wir haben sie ent­deckt: Sie hän­gen als Zet­tel am Brief­kas­ten einer her­un­ter­ge­kom­me­nen Gast­wirt­schaft. Und dort machen wir auch noch eine wei­te­re Ent­de­ckung: Der CDU-Lokal­po­li­ti­ker hat­te sich, klamm­heim­lich, selbst an einer Chi­na-Fir­ma betei­ligt. Es steht zu ver­mu­ten, dass in sei­nem unter­neh­me­ri­schen Enga­ge­ment der wah­re Grund für das poli­ti­sche Chi­na-Enga­ge­ment zu fin­den ist: Gün­ther woll­te selbst Kas­se machen. Als er sich ertappt wähn­te, reagier­te er ganz schnell. wei­ter­le­sen