Rheinhessen-Storys

Reportagen aus dem Land der Ritter und Reben

Die Rheinhessen-Storys entstanden aus purer Lust auf guten Journalismus – und aus der traurigen Erkenntnis, dass sich die meisten Zeitungen davon verabschiedet haben (weshalb ihnen, wenig verwunderlich, die Leser in Scharen davonlaufen). Die  teilweise strafrechtlich relevanten Machenschaften des rheinhessischen SPD-Politikers Marcus Held deckte ich, weil die traditionellen Medien an dem Thema kein Interesse zeigten, in einem Internet-Blog auf. Daraufhin schickten mir viele Leser Hinweise auf weitere interessante Storys: ärgerliche Skandale, traurige Schicksale, aber auch sehr schöne Begebenheiten… Ich gehe den Informationen nach, werde die neuen Reportagen auf der Webseite „Rheinhessen-Storys“ step by step veröffentlichen. Hier eine Übersicht der bisher erschienenen Geschichten:

Guntersblum: Immobilienaffäre der Bürgermeisterin aufgeflogen

Jetzt ist auch Guntersblums CDU-Bürgermeisterin in ein äußerst merkwürdiges Immobilien-Geschäft verwickelt: Ein Wohnhaus in allerbester Ortslage wurde verkauft, und die Gemeinde besaß wie üblich ein Vorkaufsrecht, worüber allein der Gemeinderat hätte entscheiden dürfen. Doch Claudia Bläsius-Wirth überging die gewählten Bürgervertreter. „Ein Verwandter“ habe das Objekt gekauft, ließ sie später über die Zeitung verbreiten. Jetzt aber kam heraus: Es war kein Verwandter – es war ihr eigener Ehemann, der die Immobilie erworben hat. Da fragen wir uns natürlich: Warum hinterging die Frau ihr eigenes Parlament? Und warum nur verschweigt sie ihrer Gemeinde die ganze Wahrheit? weiterlesen

Worms: Die Wahrheit über dunkle Mächte hinter guten Informationen

Das also ist Wahlkampf auf wormserisch: Nach unserem Bericht „Der CDU-Chef und die 1-Mio-Euro-Immobilie“ schaufelte die Lokalzeitung umgehend fast eine halbe Seite frei. Darauf durfte, zwei Tage vor der Oberbürgermeisterwahl, die Stadtführung ihre Sicht der Vorkommnisse rund um den alten Schlachthof ausführlich ausbreiten. Der Redakteur erging sich derweil in düsteren Verdächtigungen: Er vermutet hinter unserem Bericht wohl dunkle Mächte am Werk. Wir können Aufklärung bieten. weiterlesen

Jetzt passiert’s: Mieter der GWG Oppenheim müssen mehr bezahlen

Schock-Nachricht für viele Oppenheimer: Das Wohnungsbauunternehmen GWG Oppenheim dreht an der Mietpreisschraube, und zwar ziemlich brutal! Das wird einigen Leuten ganz schön weh tun: Um satte zehn Prozent sollen Mieten steigen – mindestens! Dabei hatten Aufsichtsrat und Vorstand der einstmals gemeinnützigen Wohnungsbaugenossenschaft ihren Mietern vor nicht allzu langer Zeit etwas ganz anderes versprochen – schriftlich! weiterlesen

Worms: Der CDU-Chef und die 1-Mio-Euro-Immobilie

Wir schauen heute nach Worms, in die zweitgrößte Stadt Rheinhessens: Dort sind, mit dem Segen der obersten Stadtführung, ganz merkwürdige Immobilien-Geschäfte abgelaufen. Der CDU-Fraktionschef erwarb ein Grundstück und verkaufte es für sehr viel mehr Geld an ein Unternehmen, in dem der SPD-Oberbürgermeister den Aufsichtsrat anführt. Das Unternehmen weiß mit dem Grundstück aber gar nichts anzufangen und wollte es teuer weiterverkaufen – an einen städtischen Betrieb. Da stoppte ein Gutachten den Deal: Die Immobilie ist offenbar völlig überteuert! Was geht da ab? Bislang wurden Details unter der Decke gehalten, jetzt kommen sie erstmals auf den Tisch: Die Stadtführung erweist sich als dichtes Gestrüpp, hinter dem Politiker undurchsichtige Geschäfte machen – auf Kosten des Steuerzahlers. weiterlesen

Der Held der SPD: Kassiert nur – und tut nix dafür

“Deutschlands gierigster Abgeordneter: Kassiert jede Menge Steuergelder, aber tut nix dafür.” So würde vermutlich die Bild-Zeitung über Oppenheims geschassten Stadtbürgermeister schreiben. Der SPD-Abgeordnete Marcus Held hat sich im März dieses Jahres im Bundestag abgemeldet: Er sei krank, teilte er mit. Seitdem wurde er wiederholt gesehen – putzmunter. Gleichzeitig kassiert er jede Menge Geld, ohne auch nur einen Handschlag dafür zu tun: Rund 100.000 Euro sackte er seitdem persönlich ein. Noch mehr dürfte er für ein paar Mitarbeiter – was immer die tun – von uns Steuerzahlern abkassiert haben. weiterlesen

Hochrisiko-Zockerei gestoppt: Senioren-Projekt geplatzt

Im Internet werden noch immer Wohnungen in einer „barrierefreien Seniorenimmobilie in Guntersblum“ zum Kauf angeboten. Dabei ist das Projekt tot: Nachdem wir auf dieser Webseite die “Hochrisiko-Zockerei” der CDU-Ortsbürgermeisterin aufgedeckt hatten, zogen Ratsmitglieder die Reißleine. Die Verhandlungen mit dem zweiten Investor wurden jetzt gestoppt. Ärger droht trotzdem. weiterlesen

Oppenheim: GWG-Chef heizt Verkaufsgerüchte an

Noch ist es nur ein Verdacht, doch der wird jetzt genährt von Aussagen des neuen GWG-Chefs: Die Oppenheimer Wohnungsgenossenschaft will Wohnungen und Häuser verkaufen, um für die Zukunft handlungsfähig zu bleiben. Eine Versammlung sollte endlich Klarheit bringen – doch dazu müssen möglichst viele Mitglieder ihre Unterschrift geben. Steht das Unternehmen, in dem sich die letzten Held-Getreuen verschanzt haben, vor einem Umsturz? weiterlesen

Oppenheims HGO – der nächste Fall für den Staatsanwalt?

Die Oppenheimer Baugesellschaft HGO ist pleite – und nun? Wir haben Briefe und Protokolle aus dem Unternehmen entdeckt, die beweisen: Über Monate hinweg wurde die HGO äußerst schlampig, wenn nicht gar in Verschleierungsabsicht gesteuert. Schlimmer noch: Die Gesellschaft befand sich spätestens seit Herbst letzten Jahres in der Krise, und es gibt gute Gründe anzunehmen, dass die Gesellschaft seit langem und geradewegs auf die Zahlungsunfähigkeit zusteuerte! Einigen Herrschaften dürfte deshalb ziemlich mulmig zumute sein: Der Verdacht von Insolvenzstraftaten, namentlich der Insolvenzverschleppung, vielleicht auch des Bankrotts steht im Raum. Das wären Straftaten, und die HGO (genauer: die sie steuernden Personen) wären damit ein – weiterer – Fall für die Staatsanwaltschaft. weiterlesen

Guntersblum: Scharfe SPD-Attacke auf Bürgermeisterin

Vor drei Wochen hatten wir aufgedeckt: Eine Kita-Mitarbeiterin wurde von der Guntersblumer CDU-Ortsbürgermeisterin gefeuert – offenbar ein Akt der Maßregelung: Die Frau hatte nach mehr als 50 Kettenverträgen ihre Festanstellung durchgesetzt. Ihr Prozess vorm Arbeitsgericht geht Mitte November weiter – derweil sorgt das Thema in der kleinen rheinhessischen Gemeinde für erhebliche Unruhe: Die lokale SPD sieht in den Vorgängen ein massives Versagen der Rathaus-Chefin, spricht sogar von rechtswidrigem Handeln. weiterlesen

Der alte Mann und die Abzocker vom Notdienst

Ein älterer Herr aus Rheinhessen ist Opfer von angeblichen Notdienst-Handwerkern geworden. Weil das, was ihm widerfahren ist, jederzeit jedem von uns passieren könnte, hat er sich gemeldet und gebeten, dass wir seine Geschichte veröffentlichen. Das tun wir gerne – zumal wir einem der Hintermänner der üblen Abzocke auf die Spur gekommen sind: Jetzt endlich wird gegen ihn vorgegangen! weiterlesen

Mainz: Ab in den Keller – zum Wohlfühlen!

Der Mann lebt mit seiner Familie im rheinhessischen Geisenheim, betreibt ein kleines Bauunternehmen im hessischen Wallau – und verzaubert derzeit die Stadt Mainz mit einer Lokalität der besonderen Art: In einem uralten Gewölbekeller, den er per Zufall im Zentrum der Landeshauptstadt entdeckt hatte, baute Thorsten Kiegele Weintresore ein. Die Location ist auf dem besten Weg, eine echte Kult-Kulturstätte zu werden – mit hohem Wohlfühl-Faktor. weiterlesen

Oppenheim: Investor für Problem-Immobilie gesucht – dringend!

Ist die Oppenheimer Wohnungsbaugesellschaft HGO am Ende? Hartnäckig hält sich der Verdacht: Das Gradinger-Projekt, bei dem die Kosten bekanntlich um mehrere Hunderttausend Euro gestiegen sind, könnte das Aus für das Unternehmen bedeuten. Längst macht das böse Wort „Pleite“ die Runde. Und jetzt heißt es auch noch, dass die HGO zwei Sanierungsberater mit Spezial-Knowhow engagiert habe – Experten für notleidende Baufinanzierungen und Insolvenzen, ausgerechnet. Im städtischen Rathaus bereitet man sich auf das Schlimmste vor. weiterlesen

Guntersblum: Kindergärtnerin bringt Bürgermeisterin vor Gericht

Die CDU-Ortsbürgermeisterin von Guntersblum muss sich derzeit vor Gericht für ihre Personalpolitik verantworten: Sie hatte eine langjährige Kindergarten-Helferin gefeuert – angeblich, weil man Kinder nur noch von Fachkräften betreuen lassen möchte. Merkwürdig ist allerdings: Die Frau, die zuvor mit mehr als 50 „Kettenverträgen“ von der Gemeinde beschäftigt worden war, hatte wenige Monate zuvor bei der Rathaus-Chefin ihre Festeinstellung durchgesetzt. Vor Gericht wurde es peinlich, als die Richterin wissen wollte, warum die Gemeinde eine zweite Nicht-Fachkraft weiterhin beschäftigt: War die Kündigung in Wahrheit eine Maßregelung? weiterlesen

Hochrisiko-Zockerei in Guntersblum

Im kleinen Dörfchen Guntersblum träumen sie seit Jahren von einem Haus für Senioren. Daraus könnte bald ein Alptraum werden: Ein erster Investor, dem man jahrelang Versprechungen gemacht hatte, fühlt sich zu Unrecht  ausgebootet – und reichte bei Gerichte eine 100.000-Euro-Klage gegen die Gemeinde ein. Die Ortsbürgermeisterin will das Millionen-Projekt jetzt unbedingt mit einem anderen Investor umsetzen – doch dieser Mann agiert, wie wir herausfanden, äußerst undurchsichtig. Seine angeblichen Firmen gehören ihm gar nicht, und seine finanzielle Forderungen können hochriskant für die Gemeinde werden. weiterlesen

Mit Juristen gegen Journalisten

Das gilt inzwischen als probates Mittel, kritische Journalisten zum Schweigen zu bringen: Man engagiert einen Rechtsanwalt, der in Briefen mit dem Arsenal der Juristerei droht und/oder den Journalisten öffentlich zu diskreditieren versucht. Ich habe dieses perfide pseudo-juristische Treiben in Rheinhessen erlebt. Pressefreiheit, so die Lehre, bedeutet für einige Politikern offenbar nur, dass wohlgefällig über sie berichtet wird. Ansonsten geht man mit Hilfe willfähriger Juristen gegen Journalisten vor. weiterlesen

Niersteiner China-Posse, Teil 1

In der rheinhessischen Kleinstadt Nierstein regiert der frühere CDU-Landtagsabgeordnete Thomas Günther als Stadtbürgermeister. Als er – wie gewohnt über „seine“ Lokalzeitung – verkündete, er habe chinesische Firmen in seiner kleinen Stadt angesiedelt, wollte ich das schon etwas genauer wissen. Und recherchierte. Was ich entdeckte, gefiel dem Lokalpolitiker überhaupt nicht. Er reagierte wie gewohnt: mit aggressivem Gebrüll. Als ich trotzdem nicht vor ihm kuschte, setzte er einen Juristen auf mich an. Wahrer wurden seine Erzählungen dadurch nicht. weiterlesen

Niersteiner China-Posse, Teil 2

Es gibt sie inzwischen, die China-Firmen, von denen Niersteins Stadtbürgermeister Thomas Günther in der Zeitung berichtet hatte. Wir haben sie entdeckt: Sie hängen als Zettel am Briefkasten einer heruntergekommenen Gastwirtschaft. Und dort machen wir auch noch eine weitere Entdeckung: Der CDU-Lokalpolitiker hatte sich, klammheimlich, selbst an einer China-Firma beteiligt. Es steht zu vermuten, dass in seinem unternehmerischen Engagement der wahre Grund für das politische China-Engagement zu finden ist: Günther wollte selbst Kasse machen. Als er sich ertappt wähnte, reagierte er ganz schnell. weiterlesen