Neue Repor­ta­gen

Rhein­hes­sen-Sto­rys

Die Rhein­hes­sen-Sto­rys ent­stan­den aus purer Lust auf guten Jour­na­lis­mus – und aus der trau­ri­gen Erkennt­nis, dass sich die meis­ten Zei­tun­gen davon ver­ab­schie­det haben (wes­halb ihnen, wenig ver­wun­der­lich, die Leser in Scha­ren davon­lau­fen). Die zutiefst unde­mo­kra­ti­schen und teil­wei­se sogar straf­recht­lich rele­van­ten Machen­schaf­ten des rhein­hes­si­schen SPD-Poli­ti­kers Mar­cus Held deck­te ich, weil die tra­di­tio­nel­len Medi­en an dem The­ma kein Inter­es­se zeig­ten, in einem Inter­net-Blog auf. Mei­ne Berich­te auf der Web­sei­te „Der Oppen­heim Skan­dal” wur­den von Tau­sen­den Leser mit­ver­folgt. Vie­le schick­ten mir dann Hin­wei­se auf wei­te­re inter­es­san­te Sto­rys: ärger­li­che Skan­da­le, trau­ri­ge Schick­sa­le, aber auch sehr schö­ne Bege­ben­hei­ten… Ich gehe den Infor­ma­tio­nen nach, wer­de die neu­en Repor­ta­gen aus Rhein­hes­sen step by step auf die­ser Sei­te ver­öf­fent­li­chen.

Hoch­ri­si­ko-Zocke­rei in Gun­ters­blum

Im klei­nen Dörf­chen Gun­ters­blum träu­men sie seit Jah­ren von einem Haus für Senio­ren. Dar­aus könn­te bald ein Alp­traum wer­den: Ein ers­ter Inves­tor, dem man jah­re­lang Ver­spre­chun­gen gemacht hat­te, fühlt sich zu Unrecht  aus­ge­boo­tet – und reich­te bei Gerich­te eine 100.000-Euro-Klage gegen die Gemein­de ein. Die Orts­bür­ger­meis­te­rin will das Mil­lio­nen-Pro­jekt jetzt unbe­dingt mit einem ande­ren Inves­tor umset­zen – doch die­ser Mann agiert, wie wir her­aus­fan­den, äußerst undurch­sich­tig. Sei­ne angeb­li­chen Fir­men gehö­ren ihm gar nicht, und sei­ne finan­zi­el­le For­de­run­gen kön­nen hoch­ris­kant für die Gemein­de wer­den. wei­ter­le­sen

Oppen­heim: Eine Stadt sieht rot

Eine unglaub­li­che Geschich­te: Mar­cus Held ist Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ter der SPD (bis heu­te!). Zugleich war er lan­ge Jah­re Stadt­bür­ger­meis­ter im rhein­land-pfäl­zi­schen Oppen­heim. Er beherrsch­te die Kom­mu­ne mit einer Cli­que von Par­tei­freun­den, schloss zahl­rei­che rechts­wid­ri­ge und zum Teil straf­recht­lich rele­van­te Geschäf­te zu Las­ten der Stadt­kas­se ab, spal­te­te gezielt das klei­ne Gemein­we­sen, schür­te bei Anders­den­ken­den Ängs­te und Miss­trau­en… Die loka­len Medi­en? Sie schau­ten ein­fach weg! Des­halb habe ich im Juni 2017 die Web­sei­te www.der-oppenheim-skandal.de ange­legt — mit rie­si­gem Erfolg: Mehr als 300.000 Besu­che und über 1,2 Mil­lio­nen Klicks wur­den bis­her regis­triert.

März 2018: Mar­cus Held hat alle Ämter in der Stadt nie­der­ge­legt, er ist in Oppen­heim zur per­so­na non gra­ta gewor­den, ihm dro­hen teu­re Kla­gen auf Scha­den­er­satz in sechs­stel­li­ger Höhe, die SPD ist von ihm abge­rückt… Damit war der Blog zum Oppen­heim-Skan­dal (erst ein­mal) been­det. wei­ter­le­sen

Mit Juris­ten gegen Jour­na­lis­ten

Das gilt inzwi­schen als pro­ba­tes Mit­tel, kri­ti­sche Jour­na­lis­ten zum Schwei­gen zu brin­gen: Man enga­giert einen Rechts­an­walt, der in Brie­fen mit dem Arse­nal der Juris­te­rei droht und/oder den Jour­na­lis­ten öffent­lich zu dis­kre­di­tie­ren ver­sucht. Ich habe die­ses per­fi­de pseu­do-juris­ti­sche Trei­ben in Rhein­hes­sen erlebt. Pres­se­frei­heit, so die Leh­re, bedeu­tet für eini­ge Poli­ti­kern offen­bar nur, dass wohl­ge­fäl­lig über sie berich­tet wird. Ansons­ten geht man mit Hil­fe will­fäh­ri­ger Juris­ten gegen Jour­na­lis­ten vor. wei­ter­le­sen

Nier­stei­ner Chi­na-Pos­se, Teil 1

In der rhein­hes­si­schen Klein­stadt Nier­stein regiert der frü­he­re CDU-Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Tho­mas Gün­ther als Stadt­bür­ger­meis­ter. Als er – wie gewohnt über „sei­ne” Lokal­zei­tung – ver­kün­de­te, er habe chi­ne­si­sche Fir­men in sei­ner klei­nen Stadt ange­sie­delt, woll­te ich das schon etwas genau­er wis­sen. Und recher­chier­te. Was ich ent­deck­te, gefiel dem Lokal­po­li­ti­ker über­haupt nicht. Er reagier­te wie gewohnt: mit aggres­si­vem Gebrüll. Als ich trotz­dem nicht vor ihm kusch­te, setz­te er einen Juris­ten auf mich an. Wah­rer wur­den sei­ne Erzäh­lun­gen dadurch nicht. wei­ter­le­sen

Nier­stei­ner Chi­na-Pos­se, Teil 2

Es gibt sie inzwi­schen, die Chi­na-Fir­men, von denen Nier­steins Stadt­bür­ger­meis­ter Tho­mas Gün­ther in der Zei­tung berich­tet hat­te. Wir haben sie ent­deckt: Sie hän­gen als Zet­tel am Brief­kas­ten einer her­un­ter­ge­kom­me­nen Gast­wirt­schaft. Und dort machen wir auch noch eine wei­te­re Ent­de­ckung: Der CDU-Lokal­po­li­ti­ker hat­te sich, klamm­heim­lich, selbst an einer Chi­na-Fir­ma betei­ligt. Es steht zu ver­mu­ten, dass in sei­nem unter­neh­me­ri­schen Enga­ge­ment der wah­re Grund für das poli­ti­sche Chi­na-Enga­ge­ment zu fin­den ist: Gün­ther woll­te selbst Kas­se machen. Als er sich ertappt wähn­te, reagier­te er ganz schnell. wei­ter­le­sen