…und noch mehr Geschich­ten

Reports, die Wir­kung zeig­ten

Geschich­ten inten­siv recher­chiert. Und dann gut erzählt. So kann Jour­na­lis­mus, sogar der oft als bie­der emp­fun­de­ne Lokal­jour­na­lis­mus, rich­tig Spaß machen, nicht nur den Jour­na­lis­ten, son­dern vor allem den Lesern. „Das Pro­blem“, sag­te der Schwei­zer Poli­to­lo­ge Ger­hard Kocher, „das Pro­blem sind nicht die kri­ti­schen Jour­na­lis­ten. Son­dern die net­ten.“ Der Satz gefällt mir außer­or­dent­lich gut, er könn­te von mir sein 😉

Das Bild oben ent­stand in der Redak­ti­on der New York Times im Jahr 1920.  Wir sehen: Groß­raum­bü­ros waren damals schon ange­sagt…

Ende eines Poli­zis­ten-Traums

Poli­zei­skan­dal in Bay­ern, von mir auf­ge­deckt in der „Augs­bur­ger All­ge­mei­nen”: Ein MEK-Beam­ter wird wegen Bestech­lich­keit ver­haf­tet und ein­ge­sperrt; der Staats­an­walt lässt ihn  wis­sen, er kom­me erst wie­der frei, wenn er den Poli­zei­dienst quit­tie­re. Da bricht der Mann zusam­men und reicht sein Ent­las­sungs­ge­such ein, tat­säch­lich wird er ver­ur­teilt. Jah­re spä­ter kommt durch puren Zufall her­aus: Der Mann ist unschul­dig! Die Poli­zei­be­hör­de hat Unter­la­gen, die ihn ent­las­te­ten, unter Ver­schluss gehal­ten. Und nun? wei­ter­le­sen

Nach­trag: Der Ex-Beam­te ver­klag­te Anfang 2017 den Frei­staat Bay­ern auf Scha­dens­er­satz. Vorm Land­ge­richt Augs­burg schloss man einen Ver­gleich: Das Land zahlt dem Mann 60.000 Euro. wei­ter­le­sen

DER TRAUM DER ALTEN MÄN­NER

Eine schö­ne Geschich­te: Durch Zufall traf ich einen hoch­be­tag­ten Mann, der erzähl­te mir, er sei, Jahr­zehn­te ist es nun schon her, Schrift­set­zer gewe­sen. Mit frü­he­ren Arbeits­kol­le­gen und Freun­den habe er in einer alten Schei­ne inmit­ten des klei­nen Dor­fes Hof­heim-Wal­lau einen Traum wahr wer­den las­sen: Mit uralten Maschi­nen hät­ten sie sich ein klei­nes Dru­cke­rei-Muse­um ein­ge­rich­tet. Ich habe die alten Män­ner dort besucht – ein­fach nur herr­lich! Sie tref­fen sich regel­mä­ßig, fach­sim­peln – und füh­ren auf Wunsch ger­ne ihre nost­al­gi­schen Schät­ze vor. wei­ter­le­sen

Hun­zin­ger kriegt die Kri­se

Eigent­lich kei­ne beson­ders auf­fäl­li­ge Geschich­te. Sie wur­de in der loka­len Klatsch-Kolum­ne der FNP plat­ziert, gilt doch Haupt­dar­stel­ler Moritz Hun­zin­ger als eben­so umtrie­bi­ger wie schil­lern­der Typ. „Dri­ve“ krieg­te die Sto­ry den­noch, denn der Moritz dreh­te rich­tig auf: Er bewer­te­te mei­ne Geschich­te als „grot­ten­schlecht“ und „per­fi­de“, sprach von „abge­kup­fer­tem Scheiß­dreck aus einer anony­men Quel­le“ und ver­lang­te die Löschung im Inter­net. Schön, dass die Chef­re­dak­ti­on stand­haft blieb. Die Eli­mi­nie­rung des nächs­ten FNP-Hun­zin­ger-Berichts for­der­te der Ehren-Dok­tor übri­gens nicht: Das Geschicht­chen, wie Hun­zi ein wei­te­res Bun­des­wehr-Ehren­kreuz ver­lie­hen bekam, war auch nicht von mir. Dafür aber rich­tig nett. wei­ter­le­sen

Der Deal der Geheim­agen­ten

In einem Frank­fur­ter Hotel wur­den tau­sen­de Daten von pri­va­ten Bank­kun­den ver­kauft, auch die eines hoch­ran­gi­gen deut­schen Geheim­dienst­lers. Die Spur führt in Schwei­zer Ban­ker-Krei­se – und zum deut­schen Top-Agen­ten Wer­ner Mauss. wei­ter­le­sen

Der Anwalt und sein Roter Adam

Ein Frank­fur­ter Rechts­an­walt ent­deck­te kurz vor dem Ruhe­stand sei­nen wah­ren Daseins-Sinn: Er kre­ierte den welt­weit ers­ten rei­nen roten Apfel­wein, den er inzwi­schen deutsch­land­weit ver­treibt. wei­ter­le­sen

Die Rache der Straf­ver­fol­ger

Sechs Jah­re lang muss­te sich ein ehe­ma­li­ger Poli­zei­be­am­ter vor Gericht ver­ant­wor­ten. Der Vor­wurf: Geheim­nis­ver­rat. Zwei Mal wur­de der Mann frei­ge­spro­chen, ein Mal wur­de das Ver­fah­ren ein­ge­stellt. Aber die Staats­an­walt­schaft liess nicht locker. Hart­nä­ckig ver­folg­te sie den Beam­ten, eben­so hart­nä­ckig hielt sich aller­dings auch das Gerücht, die Behör­de hand­le aus Rache – aus einem Grund: Der Poli­zist hat­te die Trieb­haf­tig­keit eines Staats­an­walts publik gemacht. Mein Bericht deck­te die Hin­ter­grün­de auf. wei­ter­le­sen

Krupps aller­letz­ter Enkel

Eigent­lich klingt es doch etwas arg schräg, wenn jemand behaup­tet, er sei der letz­te Erbe der Krupps und erwar­te in Kür­ze Mil­li­ar­den – oder? Doch genau mit die­ser Geschich­te ging ein Frank­fur­ter hau­sie­ren – und ergau­ner­te Hun­dert­tau­sen­de. wei­ter­le­sen

Eika-Land ist abge­brannt

Im beschau­li­chen Ful­da kämpft eine tra­di­ti­ons­rei­che Ker­zen­fa­brik ums Über­le­ben. Ein Blick hin­ter die Kulis­sen zeig­te ein Unter­neh­men am Abgrund – und in dem Mana­gern ziem­lich durch­trie­ben agie­ren. wei­ter­le­sen

Dubio­ses Gewu­sel in Hof­heim

Auf einer brach­lie­gen­den Par­zel­le in der Kreis­stadt Hof­heim am Tau­nus sol­len Mehr­fa­mi­li­en­häu­ser gebaut wer­den. Für Mil­lio­nen. Doch wer ist der Inves­tor? Die Spu­ren­su­che för­der­te uner­war­te­te Infor­ma­tio­nen zuta­ge. wei­ter­le­sen

Kri­mi­nal­fall im Ärz­te­mi­lieu

Eine tod­kran­ke Krebs­pa­ti­en­tin zeigt einen Frank­fur­ter Krebs­arzt bei der Staats­an­walt­schaft an, der wie­der­um beschul­digt den neu­en medi­zi­ni­schen Bera­ter der Frau der ver­such­ten Erpres­sung. Die­se Geschich­te wirft ein grel­les Schlag­licht auf eine Medi­zin, die zur Geschäf­te­ma­che­rei ver­kom­men ist. wei­ter­le­sen

Das Was­ser-Kom­plott

Lehr­stun­de für Hes­sens Lan­des­re­gie­rung: Erst ver­sprach sie voll­mun­dig, die Was­ser­prei­se spür­bar und nach­hal­tig zu sen­ken. Dann aber muss­te sie hilf­los mit­er­le­ben, wie sie von Kom­mu­nal­po­li­ti­kern aus­ge­trickst und vor­ge­führt wur­de. wei­ter­le­sen

Kri­mi im Ban­ken­turm

Dro­gen­raz­zia in einer Frank­fur­ter Bank­zen­tra­le, wenig spä­ter trennt sich das Unter­neh­men von einem Vor­stands­mit­glied. Dar­auf­hin berich­tet die „Bild“-Zeitung – mit einem Jahr Ver­spä­tung – über Sex und Dro­gen auf der Vor­stands­eta­ge. Was war da wirk­lich los? Ein ech­ter Kri­mi (wei­ter­le­sen) – Fort­set­zung folg­te: Gefeu­er­ter Ex-Ban­ker siegt vor Gericht

Prin­zes­sin unter Ver­dacht

Sie zähl­te zur High Socie­ty von Frank­furt, manch einer in der Stadt woll­te sie als „Mensch des Jah­res“ lob­prei­sen. Doch dann wur­den Vor­wür­fe gegen Prin­zes­sin Odet­te Manie­ma Krem­pin laut (wei­ter­le­sen). Dann ver­schwand sie für eini­ge Zeit in der Ver­sen­kung, tauch­te aber spä­ter mit einer neu­en, sehr aben­teu­er­li­chen Geschäfts­idee wie­der auf: Rück­kehr einer Prin­zes­sin